Mitgliederversammlung 2016

Auf Einladung der Direktorin des Städtischen Museums Gerhart-Hauptmann-Haus in Jagniatków (Agnetendorf), Julita Izabela Zaprucka, findet die diesjährige Mitgliederversammlung am Sonnabend, dem 12. November 2016 um 14 Uhr erstmals im „Haus Wiesenstein“ statt.

Bereits um 13 Uhr sind alle Mitglieder herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Gerhart Hauptmann und seine Bilderwelten“ eingeladen. Zu diesem Anlass wird ein Katalog vorgestellt, der die Ergebnisse des diesjährigen deutsch-polnischen Künstler-Pleinairs dokumentiert.
 
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung wird es ein Treffen mit Vertretern der polnischen Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft geben.
 
Nähere Informationen, auch zu Anreise und Übernachtung, gehen den Mitgliedern mit der Einladung zur Mitgliederversammlung rechtzeitig zu.
 

Gerhart Hauptmann und die Musik: Symposium zum 70. Todestag

Am 10. Juni 2016 ab 10 Uhr findet im Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner ein Symposium statt, das unter dem Zitat-Motto »… und weiche Klänge quellen auf wie Rauch« dem Thema »Gerhart Hauptmann und die Musik« nachgeht.

Auf dem Programm stehen folgende Beiträge:

 

  • Prof. Dr. Enjott Schneider: Bahnwärter Thiel als Oper. Werkstattbericht zu Dramaturgie und Resultat (mit Videobeispielen)
  • Marc Schweißinger: Gerhart Hauptmann und Richard Strauss oder der verhinderte Librettist
  • Alexander M. Pfleger: »Ich bin weit davon entfernt, mich an Richard Wagner deutschtümelnd zu entzücken …« Gerhart Hauptmanns schöpferische Auseinandersetzung mit dem Werk Richard Wagners
  • Dr. Frank Piontek: Vertontes und Unvertontes von Leos Janacek, Richard Strauss und anderen Meistern: Gerhart Hauptmann und die Musik.

Dem eigentlichen Symposium vorangestellt ist eine Würdigung »Zum Gedenken an Dr. Klaus Hildebrandt« durch Sigfrid Hoefert. Der langjährige 1. Vorsitzende der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft e.V. ist im April 2016 gestorben.

Gerhart Hauptmann in Stuttgart

In Stuttgart zeigt das Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg schon seit 28. Oktober 2015 zwei Hauptmann-Ausstellungen. Die Ausstellung „Gerhart Hauptmann: Der Dichter der Menschlichkeit“ wurde zuerst 2012 in Königswinter gezeigt, und die Originalausstellung „hauptmann-bruch-stücke“ will dem Betrachter keine Interpretetation aufdrängen, sondern bietet den Besuchern – laut Ankündigung – „Puzzle-stücke, aus denen sie sich ihr eigenes Hauptmann-Bild zusammensetzen können. hauptmann-bruch-stücke möchte neugierig machen auf die Werke einer großen, schwer zu fassenden Künstlerpersönlichkeit“.

Beide Ausstellungen sind noch bis zum 24. März 2016 zu sehen. Begleitet werden sie von einem Lesungs- und Vortragsprogramm mit noch drei Terminen:

Neue Literaturhinweise

Nachdem es 2014 nur eine Lieferung gab, erhielten die Mitglieder der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft in diesem Jahr wieder zwei Lieferungen mit Hinweisen auf neue Hauptmann-Literatur. Etwas verspätet sind nun beide Lieferungen auch online zu finden.

Der Umfang geht weiter zurück, was damit zusammenhängen könnte, daß die Produktionen zum Jubiläumsjahr 2012 durch sind. Ein weiterer Grund liegt darin, daß ich nur noch Titel aufnehme, die ich auch autopsieren konnte. Der dafür nötige Aufwand steht leider in umgekehrt proportionalem Verhältnis zum (anzunehmenden) Wert der Publikationen, daher hat der Bodensatz nicht autopsierter Einträge in der Datenbank weiter zugenommen.

Ergebnis der Vorstandswahlen

Bei der Mitgliederversammlung am 14. November wurde der Vorstand neu gewählt.

Klaus Hildebrandt (Nürnberg), der seit 1994 – mehr als 20 Jahre – das Amt des 1. Vorsitzenden innehatte, stand nicht mehr zur Wahl. Zu seinem Nachfolger wurde Wolfgang de Bruyn (Görsdorf) gewählt, der hauptamtlich als Direktor des Kleist-Museums in Frankfurt/Oder tätig ist. Neues Vorstandmitglied als Beisitzerin ist Eva Eisenhofer (Berlin), und nach drei Jahren Pause kandidierte auch Bernhard Tempel (Hannover) wieder für den Vorstand; der Verantwortliche für die Webseiten der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft und die regelmäßige Zusammenstellung von Literaturhinweisen wurde ebenfalls als Beisitzer gewählt.

Für Kontinuität sorgt ferner die Wiederwahl des 2. Vorsitzenden (Stefan Rohlfs), des Schatzmeisters (Wolfgang Beck), des Schriftführers (Marc Jeremias Schweißinger) und eines weiteren Beisitzers (Alexander Martin Pfleger). Dem Vorstand gehören laut Satzung ferner an: die Leiterin des Gerhart-Hauptmann-Hauses Kloster auf Hiddensee (Franziska Ploetz) und die Direktorin des Städtischen Museums Gerhart-Hauptmann-Haus Jelenia Góra / Jagniątków (Julita Izabela Zaprucka).

Ein Leben für den Nachlaß Gerhart Hauptmanns
Zum Tod von Rudolf Ziesche (1930–2013)

Ende August diesen Jahres verstarb Rudolf Ziesche, dessen Person untrennbar verbunden ist mit der Erschließung von Gerhart Hauptmanns Manuskriptnachlaß. Die Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft e.V., Berlin, trauert um ihr Ehrenmitglied.

Die Stationen seines äußeren Lebens sind schnell aufgezählt: Er wurde geboren in Halle an der Saale, wo er aufwuchs und ein Studium der evangelischen Theologie absolvierte. Danach suchte er nicht den Weg in den kirchlichen Dienst, sondern fand über ein Projekt zur Erschließung historischer Quellen schließlich seine berufliche Heimat als wissenschaftlicher Angestellter in der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz. Dort wurde ihm im Oktober 1969 die Aufgabe der Erschließung des Hauptmann-Nachlasses übertragen, den die Stiftung Preußischer Kulturbesitz 1968 für die damals immense Summe von 3,8 Millionen D-Mark erworben hatte, und zwar einschließlich der gegen den Willen der Erben in Ost-Berlin und auf Hiddensee zurückgehaltenen Teile des Nachlasses. Allerdings waren erst nach der deutschen Wiedervereinigung die Voraussetzungen dafür gegeben, auch den Hauptmann-Nachlaß zu vereinigen. Rudolf Ziesche engagierte sich für diese Zusammenführung besonders, weil er sich bei der Erschließung des Nachlasses stets mit den absurden Folgen der deutschen Teilung konfrontiert sah, vielleicht aber auch, weil seine eigene Biographie durch Mauerbau und Kalten Krieg mitbestimmt worden war.

Die Erschließung des Nachlasses war eine gigantische Aufgabe, denn allein der Manuskriptnachlaß umfaßt über 100.000 beschriebene Seiten. Rudolf Ziesche erkannte die Notwendigkeit einer von Anfang an inhaltlich tiefen Erschließung, und so entwickelte sich das Unterfangen zu einer Lebensaufgabe. Beständig bemüht, die Erschließungsarbeiten zu professionalisieren, hatte er für einen Geisteswissenschaftler seines Jahrgangs sehr früh die Möglichkeiten der elektronischen Datenverarbeitung auch für die Nachlaßkatalogisierung erkannt. Heute kann man nur staunen, welche Schwierigkeiten er überwinden mußte, um seine Vision in die berufliche Praxis einer großen Behörde umzusetzen. Da in der Bibliothek an geeignete Ausstattung nicht zu denken war, setzte er seit 1985 mit Erlaubnis seines Vorgesetzten zunächst einen privat beschafften Computer ein. Der Personalrat aber befürchtete, daß sich hier jemand ›eine Karriere erschleichen‹ könne – und die Folge war ein vierjähriges Verwaltungsgerichtsverfahren bis zur höchsten Instanz. Der abschließende Beschluß des Bundesverwaltungsgerichts beschreibt den Konflikt wie folgt:

Der wissenschaftliche Angestellte Z. benutzt mit Erlaubnis der Verwaltung der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz in der dortigen Handschriftenabteilung für die Hilfsarbeiten, z.B. das Anlegen, Sortieren und Führen verschiedener Karteien und Kataloge, einen ihm gehörenden privaten Kleincomputer. Der Antragsteller, der Personalrat der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, beanstandete mit Schreiben vom 22. November 1985 an den Beteiligten, den Generaldirektor der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, daß er über den Einsatz dieses Computers nicht unterrichtet und auch nicht um Zustimmung gebeten worden sei. Er forderte den Beteiligten auf, zu veranlassen, daß sofort die Arbeit an dem Gerät eingestellt werde. Der Beteiligte wies die Beanstandung mit dem Hinweis zurück, Beteiligungsrechte des Antragstellers seien nicht berührt. Es bestehe kein Anlaß, dieser Privatinitiative entgegenzutreten und dem Mitarbeiter die Benutzung des Geräts zu verbieten. (BVerwG, 6. Senat, Beschluß vom 12.10.1989, Aktenzeichen: 6 P 9/88)

Wenn Rudolf Ziesche Jahre später davon erzählte, konnte er über die Angelegenheit nur lächeln, da die Entwicklung in den Bibliotheken zwischenzeitlich seinen damaligen Vorstoß längst überholt hatte. Man spürte aber trotzdem noch, wie ihn die Unterstellung der unzutreffenden Motivation getroffen hatte, denn Karriere zu machen, war ihm nicht wichtig. Ihm ging es viel mehr um die Sache, und wenn er von seiner Sache überzeugt war, vertrat er sie auch gegenüber Vorgesetzten mit großem Engagement, selbst wenn die Konsequenzen unbequemen Aufwand nach sich zogen. In der Folge erklärten ihn manche Vorgesetzte und Kollegen für ›schwierig‹. Man konnte aber durchaus den Eindruck gewinnen, daß er das eher als Auszeichnung empfand, auch wenn er es, diskret wie er stets war, wohl nicht so deutlich formuliert hätte.

Die Bedeutung seiner Arbeit für die Hauptmann-Forschung kann nicht hoch genug geschätzt werden. Seit er mit der Erschließung des Nachlasses begonnen hatte, fand man in philologischen Arbeiten über Hauptmann regelmäßig den Dank an Rudolf Ziesche. Bis zur Fertigstellung des Katalogs einschließlich Register (der dritte Band und der Registerband erschienen 2000) war man auf seine Hinweise angewiesen. Die bekam man zunächst in Telefonaten aus dem Handschriftenlesesaal oder, wenn der Erstkontakt hergestellt war, auch bei einem Besuch in seinem Büro ein Stockwerk tiefer. Und hatte man einmal sein Vertrauen erworben, gab er nicht nur formale Auskunft aus den während der Katalogisierung in einer Datenbank gepflegten Registern, sondern meldete sich gelegentlich auch von selbst, wenn er auf etwas gestoßen war, von dem er wußte, daß es in den Kontext entstehender Arbeiten passen könnte. Da die Benutzung des Nachlasses, auch der noch nicht katalogisierten Konvolute, von Anfang an möglich war, kam es immer wieder vor, daß man etwas bestellte, was gerade bei Rudolf Ziesche im Büro lag: zur Katalogisierung oder für Recherchen bei der Katalogisierung anderer Manuskripte. Denn Ziesche katalogisierte nicht nur formal, sondern erschloß die Manuskripte mit beträchtlicher inhaltlicher Tiefe und Verknüpfung zu anderen Teilen des Nachlasses wie Briefe und Bibliothek. Sein Katalog des Manuskriptnachlasses ist nicht weniger als die Vorstufe einer historisch-kritischen Hauptmann-Ausgabe, und er ist um so wichtiger, als es diese Ausgabe kaum jemals geben wird, weil die Menge des Materials mit den traditionellen Mitteln der Textkritik nicht mit vertretbarem Aufwand zu bewältigen ist.

So unentbehrlich der Katalog zum Manuskriptnachlaß für den Hauptmann-Forscher ist, so bescheiden schätzte Rudolf Ziesche seinen persönlichen Anteil an der Hauptmann-Philologie ein. In einem Brief schrieb er 2003 einmal: »Mit der Öffnung des Nachlasses sind ja zunächst – archäologisch gesprochen – Oberflächenbefunde gesammelt, betrachtet und publiziert worden. Ich war immer der Meinung, man müsse zum Verständnis von Hauptmanns Verhältnis zur Gesellschaft und zur Politik tiefere Schichten aufschließen […].« Das war zum einen die für seine Bescheidenheit charakteristische Einordnung des Katalogs auf eine zwar hilfreiche und notwendige, aber eben doch nur Vorarbeit für die Interpretation von Hauptmanns Werk und der Funktion seiner Persönlichkeit für das literarische Leben in Deutschland; zum anderen kritisierte er damit zugleich frühe Veröffentlichungen aufgrund des Nachlasses, die ebenfalls an der Oberfläche geblieben waren und, anders als seine Manuskriptbeschreibungen, dies nicht hätten tun dürfen.

Bemerkenswert war nicht nur Rudolf Ziesches Gründlichkeit bei der Nachlaßerschließung und seine Beharrlichkeit, zeitgemäße technische Mittel einzusetzen, sondern auch seine Integrität. Da er seine berufliche Tätigkeit nicht mit privaten Interessen in Konflikt bringen wollte, stimmte er erst nach Eintritt in den Ruhestand dem Vorschlag der Mitgliederversammlung zu, ihn als Ehrenmitglied in die Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft e.V., Berlin, aufzunehmen. Zurückhaltend und diskret blieb er auch als Ehrenmitglied. Seine Nachfragen und Hinweise zeigten aber, daß er aufmerksam verfolgte, was an Rundschreiben, Literaturhinweisen und Veröffentlichungen an die Mitglieder gelangte. Der Weg von Berlin nach Erkner zur jährlichen Mitgliederversammlung war ihm zuletzt aus gesundheitlichen Gründen meist zu beschwerlich. Überdies hatte der frühe Tod seiner Frau Eva Ziesche (1939–2005) seine Lebensfreude mehr als gedämpft, denn dadurch fand eine jahrzehntelange private, aber auch berufliche Symbiose ein abruptes Ende: Eva Ziesche war wie ihr Mann Mitarbeiterin der Handschriftenabteilung in der Staatsbibliothek; seit 1966 hatte sie mehr als 50 Nachlaßverzeichnisse erarbeitet, darunter den Katalog von Hegels handschriftlichem Nachlaß, für den ihr der Akademiepreis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften verliehen wurde.

Als im November 2012 der Festakt zum 150. Geburtstag Gerhart Hauptmanns in der Staatsbibliothek stattfand, wenige hundert Meter von Rudolf Ziesches Wohnung entfernt, war er wieder unter den Gästen und durfte die späte, nun auch in der Staatsbibliothek öffentlich geäußerte Anerkennung in Grußworten und Festvortrag wahrnehmen.

Die Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft wird ihm ein ehrendes Angedenken bewahren.

Neue Lieferung der Literaturhinweise online

Die erste Lieferung für 2013 der Hinweise auf neue Hauptmann-Literatur (mit älteren Ergänzungen) ist online bereits verfügbar und wird mit den nächsten „Mitteilungen“ des 1. Vorsitzenden an die Mitglieder verschickt.

War bei der zweiten Lieferung für 2012 noch eine für das Hauptmann-Jubiläumsjahr erstaunlich geringe Anzahl verzeichneter Titel zu verzeichnen (auch wenn mit mit dem zweiten Nachtragsband zu Sigfrid Hoeferts »Internationaler Bibliographie zum Werk Gerhart Hauptmanns« und mit der großen Hauptmann-Biographie von Peter Sprengel zwei besonders gewichtige Werke enthalten waren), ist diesmal ein höherer Anteil von journalistischen Beiträgen dabei, die um den eigentlichen Jubiläums-Geburtstags-Termin herum erschienen.

Carl und Gerhart Hauptmann-Jahrbuch 6 (2012)

Der vor wenigen Tagen erschienene Band 6 (2012) des Carl und Gerhart Hauptmann-Jahrbuchs ist besonders reichhaltig ausgefallen. Er enthält einige Aufsätze, mit denen andere Zeitschriften wegen ihres Umfangs ihre Probleme gehabt hätten, sowie die Dokumentation der (vor allem brieflichen) Beziehung zwischen Gerhart Hauptmann und Selma Lagerlöf anläßlich der Dramatisierung von Lagerlöfs Erzählung »Herr Arnes penningar« (»Herrn Arnes Schatz«) als »Winterballade«. Erwähnung verdient auch das von Peter Sprengel herausgegebene Fragment einer Stanzendichtung »Karl«, die Gerhart Hauptmann vier Wochen nach dem Tod seines Bruders begonnen hatte. In einem bemerkenswerten Gespräch mit Krzystof A. Kuczyński berichtet Peter Sprengel, wie er zur Hauptmann-Forschung kam (eine maßgebliche Rolle spielte dabei die mit dem bis dato kaum wissenschaftlich ausgewerteten Nachlaß verbundene günstige Quellenlage).

Im einzelnen enthält der Band folgende Beiträge:

  • Krzystof A. Kuczyński: Auf den Spuren Gerhart Hauptmanns. Ein Gespräch mit Prof. Dr. Peter Sprengel von der Freien Universität Berlin, S. 7–21.
  • Peter Sprengel: Gerhart Hauptmanns Die Weber – ein Projekt des Lebens, S. 23–43. – [Überarbeiteter Nachdruck des Beitrags zum Programmheft des Deutschen Theaters Berlin zur Inszenierung der Weber, Spielzeit 2010/11, Regie: Michael Thalheimer.].
  • Peter Sprengel: »Ich hasse sie nicht.« Gerhart Hautmanns Umgang mit literarischen Gegnern (Max Kretzer, Conrad Alberti), S. 44–60.
  • Marc Schweißinger: Gerhart Hauptmann: Bahnwärter Thiel oder die Tragödie der Sprachlosigkeit, S. 61–106.
  • Rüdiger Bernhardt: Die Zerstörung der preußischen Ordnung. Zu Gerhart Hauptmanns Bahnwärter Thiel. Novellistische Studie aus dem märkischen Kiefernforst, S. 107–134.
  • Edith Wack: Laura Marholm und die ›Frauenfrage‹. Zur Vorgeschichte von Gerhart Hauptmanns Drama Einsame Menschen, S. 135–179.
  • Sven Ekdahl: Selma Lagerlöf und Gerhart Hauptmann. Korrespondenz der Jahre 1912–1938 aus den Nachlässen in Stockholm und Berlin, S. 181–220. – [S. 203–220: »Quellenanhang« mit Abdruck von 20 Briefen und Telegrammen, vor allem Gerhart Hauptmanns und Selma Lagerlöfs.].
  • Krzystof A. Kuczyński: Gerhart Hauptmanns Briefe an Johannes Maximilian Avenarius aus den Jahren 1915–1942. Eine Auswahl, S. 221–239.
  • Marie Maroske: Gerhart Hauptmanns Mignon unter der Beeinflussung Friedrich Nietzsches, S. 241–278.
  • Bogusław Drewniak: Der 80. Geburtstag Gerhart Hauptmanns im Reich, in den besetzten Gebieten und im Ausland, S. 279–300.
  • Sigfrid Hoefert: Zur Übersetzertätigkeit im Bereich neuerer Hauptmann-Forschung, S. 301–315.
  • Klaus Hildebrandt: 25 Jahre Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner. Eine Würdigung zum Jubiläum im Hauptmann-Gedenkjahr 2012, S. 317–339.
  • Peter Sprengel: Der Ketzer von Soana in der Kritik des zeitgenössischen Protestantismus. Ein Nachtrag, S. 341 f.
  • Gerhart Hauptmann: Karl (1921), S. 343–346. – [Ansatz einer Stanzendichtung, entstanden in Sestri Levante, 1.–5. März 1921, vier Wochen nach dem Tod von Carl Hauptmann. Erstveröffentlichung
    nach der Handschrift GH Hs 211, 62v–68r.].
  • Krzystof A.Kuczyński: Reden an der Bahre Carl Hauptmanns. Eine Dokumentation, S. 347–357.
  • Krzystof A. Kuczyński: Carl Hauptmann-Gesellschaft. Ein Beitrag zur Rezeption des Dichters in der Zwischenkriegszeit, S. 359–365.

Leider ist das Jahrbuch weiterhin nur in wenigen deutschen Bibliotheken verfügbar (s. Zeitschriftendatenbank) und über den Sortimentsbuchhandel nicht zu beziehen (übrigens auch nicht über die Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft, obwohl es gelegentlich Anfragen danach gibt). Die für den Band 3 (2008) genannte Bezugsadresse stimmt möglicherweise nicht mehr, da das Jahrbuch nun im Wissenschaftlichen Verlag der Fachhochschule Włocławek erscheint. Adresse der Redaktion:

Prof. Dr. Krzysztof A. Kuczyński
Katedra Badań Niemcoznawczych / Lehrstuhl für Deutschlandstudien
Uniwersytet Łódzki / Universität Lodz
ul. Narutowicza 59 a
PL 90-131 Łódź
Tel./Fax. 0048-42-66 55 401
E-Mail: niemcoznawstwo@op.pl

 

Nachlese zu Jubiläumsveranstaltungen im November

Am Rande des wissenschaftlichen Symposiums zu Gerhart Hauptmann am 16.11. in Erkner führte Kappstrom TV, ein Angebot der Lokalzeitung Kappstrom für den Südosten Brandenburgs, Interviews mit Rüdiger Bernhardt und mit Ingeborg Hauptmann, nun zu sehen auf Youtube:

http://www.youtube.com/watch?v=4YH6xKsYCyw&w=350

Am 6. Dezember fand schließlich eine Stadtverordnetenversammlung in Erkner statt, bei der ebenfalls Haupmann auf der Tagesordnung stand. Auch darüber berichtet Kappstrom TV und läßt einige Befürworter des in der Versammlung für Erkner beschlossenen Namenszusatzes „Gerhart-Hauptmann-Stadt“ zu Wort kommen:

http://www.youtube.com/watch?v=lBpvumbw-NI&w=350

Wie das »Neue Deutschland« berichtet, soll der Namenszusatz „die Kommune aufwerten sowie Investoren, Touristen und Geld anlocken“ (http://www.neues-deutschland.de/artikel/807340.erkner-die-gerhart-hauptmann-stadt.html).