Call for Papers: Gerhart Hauptmann und das Theater

Gerhart Hauptmann hat die deutschsprachige Kultur gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch seine naturalistischen Dramen entscheidend geprägt. In den darauffolgenden Jahrzehnten hat er das eigene dramatische Schaffen stetig überarbeitet und fortentwickelt. Dabei haben auch impressionistische, neuromantische und expressionistische Einflüsse sowie die Neue Sachlichkeit ihre Spuren im dramatischen Schaffen Hauptmanns hinterlassen.

Das Symposium „Gerhart Hauptmann und das Theater“ soll den Fokus besonders auf bislang kaum untersuchte Aspekte in Hauptmanns dramatischem Schaffen richten und damit neue Perspektiven auf sein Werk ermöglichen. Einzeluntersuchungen seiner Theaterstücke, Betrachtungen der Epochen seines Schaffens sowie Untersuchungen von Hauptmanns theatertheoretischen Überlegungen sind dabei ebenso willkommen wie Untersuchungen zur Rezeption seines dramatischen Werkes von seiner Zeit bis in unsere Gegenwart.  

Das Symposium wird vom Gerhart-Hauptmann-Haus auf Hiddensee, dem Gerhart-Hauptmann-Museum in Erkner und der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft organisiert und findet am 13. und 14. November 2025 in der Freien Universität Berlin statt.

Themenvorschläge mitsamt einer Kurzbeschreibung von 250 Wörtern richten Sie bitte bis spätestens zum 30. November 2024 an Marc Schweissinger: SchweissingerM@Cardiff.ac.uk

Beitragsvorschläge von Wissenschaftlern aus dem Ausland sind explizit erwünscht.

Mitgliederversammlung 2023 und Besuch der Liebermann-Villa

Liebermann-Villa am Wannsee, Sommerhaus des Malers Max Liebermann
Sommerhaus des Malers Max Liebermann (1847-1935): Die Liebermann-Villa am Wannsee. Foto: Marc Schweissinger

Die Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft traf sich am 18. November 2023 anlässlich der jährlichen Mitgliederversammlung in der Liebermann-Villa am Wannsee zu einer Führung, die das Verhältnis des Malers Max Liebermann und des Schriftstellers Gerhart Hauptmann zum Thema hatte.


Bereits 1893 hatte Liebermann Gerhart Hauptmann gezeichnet. Besonders bekannt ist sein Ölporträt von 1912. Für Liebermann war Hauptmann „der deutsche Dichter, auch weil er so aussieht“. Ebenso ist von ihm der Ausspruch überliefert: „Einen schöneren Kopf gibt’s kaum“ (beides Nachzulesen in Peter Sprengels Biographie „Gerhart Hauptmann: Bürgerlichkeit und großer Traum“, 2012). Vom freundschaftlichen Kontakt des Malers und des Schriftstellers zeugt nicht zuletzt ein Artikel, den Hauptmann 1917 zum 70. Geburtstag von Liebermann verfasste. Auch trafen sich die beiden oft am Brandenburger Tor, wo Liebermann wohnte, wenn Hauptmann im nahegelegenen Adlon abstieg.

Nach der Führung fand die Mitgliederversammlung im Restaurant „Haus Sanssouci“ statt, wo der neue Band der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft, „Gerhart Hauptmann und die Natur“, vorgestellt wurde und eine erste Besprechung im Hinblick auf die kommende internationale Konferenz „Gerhart Hauptmann und das Theater“, stattfand, die für November 2025 geplant ist.

Mitgliederversammlung am 14. November 2020 fällt aus

Liebe Mitglieder der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft,

aufgrund der aktuellen Gegebenheiten, müssen wir Sie darüber informieren, daß die geplante Mitgliederversammlung am 14. November nicht stattfindet. Einen neuen Termin haben wir noch nicht festgelegt, werden Sie aber rechtzeitig informieren.

Kommen Sie bestmöglich über die nächsten vier Wochen. Bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Stefan Rohlfs

Call for Papers zur Tagung „Theodor Fontane, Gerhart Hauptmann und die vergessene Moderne“

Die Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft lädt in Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin, der Gerhart-Hauptmann-Stiftung Kloster auf Hiddensee und dem Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner zu einer internationalen Tagung vom 14. bis zum 16. November 2019 in der Staatsbibliothek zu Berlin zum Thema ‘Theodor Fontane, Gerhart Hauptmann und die vergessene Moderne‘ ein.

Der Begriff ‘vergessene Moderne‘ soll bei diesem internationalen, interdisziplinären Symposium in den Mittelpunkt gerückt werden. Wenn man von der Moderne im Hinblick auf die verschiedenen künstlerischen Strömungen der Zeit spricht, hat man ungefähr einen Zeitraum von 1885 bis 1914 vor Augen. Dieser Zeitraum wird auch als Zeitrahmen für das Symposium vorgeschlagen. Eine Fülle von künstlerischen Strömungen entwickelte sich und prallte aufeinander, wie der von Peter Sprengel und Jürgen Schutte schon 1987 herausgegebene Band „Die Berliner Moderne, 1885-1915“ verdeutlicht. Gerhart Hauptmann wie auch Theodor Fontane begegneten im ausgehenden 19. Jahrhundert vielen Künstlern. Nicht nur Schriftstellern wie Wilhelm Raabe, Karl Kraus, Wilhelm Bölsche und Frank Wedekind, sondern auch Malern wie Max Liebermann, Lovis Corinth, Musikern wie Anton Bruckner und Max Reger oder Künstlern die sich auf verschiedenen Gebieten der bildenden Kunst versuchten wie Emil Orlik, deren oft nicht eindeutig zu bestimmende Zugehörigkeit zu künstlerischen Strömungen wie dem Realismus, Naturalismus, Jugendstil, der Dekadenz, des Fin de Siècle, der Neuromantik, dem Impressionismus oder Expressionismus eine anspruchsvolle analytische Auseinandersetzung bedingt. In der Forschung hat man sich in den vergangenen Jahrzehnten eher mit den führenden Gestalten dieser Kunstrichtungen als Einzelfiguren beschäftigt, es gibt jedoch weitverzweigte Verbindungen Theodor Fontanes und Gerhart Hauptmanns zu Zeitgenossen, die zwar nicht alle so sehr im Licht der Öffentlichkeit standen, aber dennoch durch ihr Werk und Persönlichkeit entscheidend für die Epoche der Moderne geworden sind.
Das Ziel des Symposiums ist es deshalb auch wenig beachtete Werke und Künstler der Periode zwischen 1885 und etwa 1915 und deren Verbindung zu Theodor Fontane und Gerhart Hauptmann ins Bewusstsein zu rücken, deren Ideen und Beiträge zur Kultur des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts bislang unterschätzt oder wenig diskutiert worden sind und so zu der Entwicklung eines komplexen Verständnisses des Begriffes „vergessene Modern“‘ beitragen zu können.
Im Begleitprogramm werden sowohl das Gerhart-Hauptmann-Haus auf Hiddensee wie auch das Gerhart-Hauptmann Museum in Erkner Veranstaltungen anbieten.

Termin: 14. – 16. November 2019

Ort: Berlin: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

Redezeit: 30 Minuten

Konferenzgebühr: 30.- Euro

Eine Übernahme von Reisekosten und Übernachtungen ist für Vortragende vorgesehen.
Eine Publikation der Tagungsbeiträge in einem wissenschaftlich ausgewiesenen Verlag ist geplant.

Das Thema Ihres Vortrages und/oder eine Zusammenfassung von 250 bis 300 Wörtern teilen Sie uns bitte bis Mitte August 2018 an folgende Email Adresse mit: SchweissingerM@Cardiff.ac.uk
Verbindliche Einladungen erfolgen im Oktober 2018.

Mitgliederversammlung 2016

Auf Einladung der Direktorin des Städtischen Museums Gerhart-Hauptmann-Haus in Jagniatków (Agnetendorf), Julita Izabela Zaprucka, findet die diesjährige Mitgliederversammlung am Sonnabend, dem 12. November 2016 um 14 Uhr erstmals im „Haus Wiesenstein“ statt.

Bereits um 13 Uhr sind alle Mitglieder herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „Gerhart Hauptmann und seine Bilderwelten“ eingeladen. Zu diesem Anlass wird ein Katalog vorgestellt, der die Ergebnisse des diesjährigen deutsch-polnischen Künstler-Pleinairs dokumentiert.
 
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung wird es ein Treffen mit Vertretern der polnischen Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft geben.
 
Nähere Informationen, auch zu Anreise und Übernachtung, gehen den Mitgliedern mit der Einladung zur Mitgliederversammlung rechtzeitig zu.
 

Zum Tode von Klaus Hildebrandt

Von Ulrich Schmilewski

Eine große Schar von Verwandten, Freunden und Weggefährten hatte sich am 27. April 2016 auf dem Nürnberger Westfriedhof eingefunden, um dem am 20. April in Nürnberg gestorbenen Dr. Klaus Hildebrandt das letzte Geleit zu geben. Geboren wurde Klaus Hildebrandt am 30. Juli 1936 im schlesischen Schweidnitz, wo er noch die Volksschule besuchte. Nach der Flucht setzte er seine schulische Ausbildung in Mittelfranken fort, legte sein Abitur in Nürnberg ab und studierte die Fächer Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Englisch und Philosophie an der Universität Erlangen, wo er 1965 mit einer Arbeit über „Gerhart Hauptmanns Verhältnis zur Geschichte“ zum Dr. phil. promoviert wurde. Beruflich hatte er sich für den Schuldienst entschieden, zunächst am Dürer-Gymnasium in Nürnberg, dann von 1987 bis zu seiner Pensionierung als Oberstudiendirektor und Schulleiter am Hardenberg-Gymnasium Fürth. Ein Anliegen war ihm dabei die Ausbildung auch der angehenden Pädagogen, so wurde er Seminarlehrer für Geschichte und Deutsch, schließlich Seminarleiter und -vorstand.

Seine Verbundenheit zu Schlesien sowie zu Leben und Werk von Gerhart Hauptmann fand Ausdruck in verschiedenen, häufig jahrzehntelangen Mitgliedschaften und ehrenamtlichen Tätigkeiten. So gehörte Klaus Hildebrandt der Historischen Kommission für Schlesien an, war Mitglied im Verein für Geschichte Schlesiens sowie – seit 1964 – der Freunde und Förderer der Stiftung Kulturwerk Schlesien e.V. Am aktivsten ist er in der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft gewesen, seit 1986 als Schatzmeister, Zweiter und schließlich bis letztes Jahr als Erster Vorsitzender; hier lagen ihm besonders die Hauptmann-Häuser auf Hiddensee, in Erkner und in Agnetendorf im Riesengebirge am Herzen. In Funktionen hat er sich auch eingebracht bei der Stiftung Kulturwerk Schlesien als Mitglied des Stiftungsrates seit 1982 und als interner Rechnungsprüfer. Dabei ging es ihm nie um das Amt als solches, sondern um die Sache und darum zu helfen, wenn er gerufen wurde. Gerufen wurde er auch im Jahre 2007, als es darum ging, in dieser Vierteljahreszeitschrift die Rubrik „Geburtstagsglückwünsche“ weiterzuführen.

Verbunden hat er diese aus der Liebe zu seiner Heimat Schlesien gespeiste Tätigkeit mit seinem fachlichen Wissen und Können insbesondere im Bereich der Germanistik. Dabei ging es nicht nur um die Erforschung und Darstellung von Leben und Werk Gerhart Hauptmanns, sondern auch anderer schlesischer Schriftsteller und Dichter vom Barock bis in die Gegenwart. Unter seinen zahlreichen Aufsätzen und Veröffentlichungen sind bemerkenswert und bleibend seine Würdigungen schlesischer Schriftsteller der Gegenwart, die er häufig auch persönlich kannte. In Vorträgen und in Aufsätzen beispielsweise in den „Schlesischen Lebensbildern“ hat Klaus Hildebrandt ihr Werk und ihr Leben, das mit dem Verlust der Heimat, mit Flucht, Vertreibung und Neubeginn in der Fremde auch seines war, vorgestellt, etwa Horst Bienek, Heinz Piontek, Jochen Hoffbauer und andere mehr.

Für diese seine ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde Klaus Hildebrandt mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt, die Stiftung Kulturwerk Schlesien würdigte ihn im Jahre 2012 mit der Verleihung der Gerhart-Hauptmann-Plakette.

Der Schlesier Klaus Hildebrandt hat seine Heimat und die Literatur verbunden. Und so gebührt das letzte Wort dem Dichter Angelus Silesius (Cherubinischer Wandersmann I, 185):

Nicht du bist in dem Ort,
der Ort, der ist in dir!
Wirfst du ihn aus, so steht
Die Ewigkeit schon hier.

(Erschienen in: Schlesischer Kulturspiegel 51, 2016, S. 24 f., Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Verfassers.)

»Vor Sonnenuntergang« im Schlosspark Theater (Berlin)

Wolfgang Beck, Schatzmeister der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft e.V. berichtet:

Im Berliner Schlosspark Theater hatte am 16. Januar dieses Jahres Gerhart Hauptmanns »Vor Sonnenuntergang« Premiere. In den Hauptrollen sind der Leiter dieses kleinen Theaters, Dieter Hallervorden, als der gerade 80 Jahre alt gewordene Geheimrat Matthias Clausen und Katharina Schlothauer als die junge Inken Peters zu erleben. Mit ihr geht Clausen eine lebensfreudige und durchaus gegenseitige Liaison ein und ist bereit, sein bisheriges Leben vollkommen neu zu beginnen: sehr verunglimpft – psychologisch gedeutet wohl eher beneidet und mißgönnt – durch seine eigene Nachkommenschaft samt Anhang, die in großer Gier und Angst um den Verlust der zu erwartenden Erbschaft alles Mögliche unternimmt, um die Aufbruchstimmung ihres Vaters und Witwers bis hin zum dramatischen Ende zu verhindern.

Mit diesem 1932 uraufgeführten Drama inszeniert Gerhart Hauptmann drastisch die Voreingenommenheit – zumindest im familiärem Umfeld – gegenüber dieser als ungleich angesehenen Liebesbeziehung als panische Angst vor Veränderung. Dieter Hallervorden und Katharina Schlothauer bilden dazu ein kraftvolles und eindrücklich spielendes Paar, dessen Beziehung durch die anderen Charaktere mitreissend ausgehebelt wird. Alles in allem also ein empfehlenswerter Hauptmann-Abend, für dessen bewegenden Genuss frühzeitig Karten reserviert werden sollten, nicht nur, um sich auch von Hallervordens weniger bekannten, aber um so imponierenderen Talent für diese ernste Rolle einnehmen zu lassen.

Ergebnis der Vorstandswahlen

Bei der Mitgliederversammlung am 14. November wurde der Vorstand neu gewählt.

Klaus Hildebrandt (Nürnberg), der seit 1994 – mehr als 20 Jahre – das Amt des 1. Vorsitzenden innehatte, stand nicht mehr zur Wahl. Zu seinem Nachfolger wurde Wolfgang de Bruyn (Görsdorf) gewählt, der hauptamtlich als Direktor des Kleist-Museums in Frankfurt/Oder tätig ist. Neues Vorstandmitglied als Beisitzerin ist Eva Eisenhofer (Berlin), und nach drei Jahren Pause kandidierte auch Bernhard Tempel (Hannover) wieder für den Vorstand; der Verantwortliche für die Webseiten der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft und die regelmäßige Zusammenstellung von Literaturhinweisen wurde ebenfalls als Beisitzer gewählt.

Für Kontinuität sorgt ferner die Wiederwahl des 2. Vorsitzenden (Stefan Rohlfs), des Schatzmeisters (Wolfgang Beck), des Schriftführers (Marc Jeremias Schweißinger) und eines weiteren Beisitzers (Alexander Martin Pfleger). Dem Vorstand gehören laut Satzung ferner an: die Leiterin des Gerhart-Hauptmann-Hauses Kloster auf Hiddensee (Franziska Ploetz) und die Direktorin des Städtischen Museums Gerhart-Hauptmann-Haus Jelenia Góra / Jagniątków (Julita Izabela Zaprucka).

Vortrag über Hauptmann und den Alkohol in Hannover

Zu einem Vortrag anläßlich des 150. Geburtstags von Gerhart Hauptmanns lädt die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover am 18. Oktober um 17 Uhr ein. Bernhard Tempel, Webmaster und Vorstandsmitglied der Gerhart-Hauptmann-Gesellschaft e.V., spricht über Hauptmanns Verhältnis zum Alkohol:

»Ich trinke mehr für Andre als für mich«
Gerhart Hauptmann – Ein Dichter und sein Alkohol

»Als Josef Haslinger im vergangenen Jahr der Rheingau-Literaturpreis verliehen wurde (Preisfonds: 10.000 Euro und 111 Flaschen Rheingauer Riesling), bediente der Schriftsteller pflicht- und erwartungsgemäß das Klischee von der Bedeutung des Alkohols für das kreative literarische Schaffen: ›Alle Schriftsteller, die ich kenne, sind – mit wenigen Ausnahmen – gestandene Trinker.‹ Nur zeitweilig eine Ausnahme war Gerhart Hauptmann; das Verhältnis des Literaturnobelpreisträgers von 1912 zum Alkohol war vielschichtig und durchlief seine Wandlungen: Der Sohn eines Gastwirts wurde zum Mitbegründer der deutschen ›Fuselpoesie‹ (Conrad Alberti) in einem sozialkritischen Sinne, war vorübergehend Alkoholgegner und propagierte selbst Abstinenz, entwickelte sich schließlich zum Gewohnheitstrinker, wurde zum Vorbild für den begeisterten Trinker Pieter Peeperkorn in Thomas Manns ›Zauberberg‹ und blieb Gegner der Alkoholgegner. Bernhard Tempel hat Hauptmanns alkoholische Biographie rekonstruiert und in Beziehung zum künstlerischen Selbstverständnis des schlesischen Dichters gestellt.«

Der Eintritt ist frei, die GWLB bittet um Anmeldung. Die offizielle Einladung gibt es hier.

Auf den Spuren Gerhart Hauptmanns im Tessin und in Oberitalien – Veranstaltungstipp

Wer Gerhart Hauptmanns Novelle »Der Ketzer von Soana«, sein Schauspiel »Und Pippa tanzt!« oder die späte, posthum veröffentlichte Novelle »Mignon« kennt, dürfte eine Vorstellung davon erhalten, welche Bedeutung Oberitalien und Teile der italienischen Schweiz für den Dichter hatten. Wie häufig er zwischen 1896 und 1939 in Italien aufhielt, teils über Monate, ist den Biographen natürlich bekannt.

Im kommenden Frühjahr gibt es die Gelegenheit, in Form einer Studienreise den Spuren Hauptmanns im Tessin und in Oberitalien zu folgen. Vom 2. bis 6. April 2013 bietet Urs von der Crone ein Besichtigungs- und Vortragsprogramm an, bei dem unter anderem die Borromäischen Inseln im Lago Maggiore, der Monte Generoso, das Maggiatal und der Monte Veritá erfahren werden können, also Schauplätze unter anderem von »Mignon« und des »Ketzers von Soana«.

Auf dem Programm stehen auch zwei Vorträge von Peter Sprengel (Freie Universität Berlin): »Heiligsprechung des Eros: Rovio und der ›Ketzer von Soana‹« und »Literatur-Gespenster am Lago Maggiore: Sestri und Hauptmanns letzte Novelle ›Mignon‹«.

Ausführliche Informationen und Kontaktdaten bietet das Plakat des Veranstalters.